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Südostasien 2008

Vietnam

-01. bis 22. November 2008-

 

Wetter Saigon
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Wetter Da Lat
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Wetter Hue
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Wetter Hanoi
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Blick auf die Stadt Hoi An

 

Die Reise im Kurzüberblick:

 

Südostasien 2008:

Macau

Vietnam

Hong Kong

 

Anreise:

Flug mit Viva Macau von Macau nach Saigon, anschließend weiter mit JetStar nach Hanoi

 

Unterkunft:

Siehe Beschreibung beim jeweiligen Ort

 

Verkehrsmittel im Land:
Flugzeug, Bus, Boot, Zug, Moped, Fahrrad

 

Besuchte Orte/Regionen:
Hanoi Halong-Bucht
Bac Ha Hue
Hoi An Ho Chi Minh City (HCMC)

 

Abreise:

Flug mit Viva Macau nach Macau


Flower Hmong auf dem Weg zum Sonntagsmarkt in Bac Ha

 

Allgemeines:

Kleines Vorwort:

Nach meinem Vietnam-Besuch 2003 hatte ich nicht den unbedingten Drang, dieses Land wieder zu besuchen. Irgendwie war mir damals alles zu stressig - mit HCMC kam ich gar nicht klar und die Einwohner waren einfach nur nervig, wollten sie mir doch immer und überall etwas verkaufen. Selbst ein höflich, aber bestimmendes "NEIN" half damals nicht, der Verkäufer blieb hartnäckig. Also kurzum: Vietnam - never ever!!!

Aber zwei Punkte gaben den Ausschlag, diesem Land doch noch eine zweite Chance zu geben:
1. in den Jahren 2007 und 2008 sah ich im TV die eine oder andere interessante Dokumentation über dieses Land und
2. verfolgte ich im Sommer 2008 in einem Reiseforum im Internet eine recht interessante Diskussion darüber, ob sich gerade die o.g. Verhältnisse in diesem Land verändert haben. Tenor dieser Diskussion: es ist besser geworden!!!


Beim Bia Hoi in Hanoi


Obsthändlerin in Hanoi

Schlussendlich verhalf mir dann der Zufall dazu, dieses Land wieder zu bereisen. In der heißen Phase der Urlaubs- und Flugplanung im September/Oktober 2008 flatterte ein günstiges Flug-Angebot der Lufthansa in meine Mailbox. So buchte ich für Katrin und mich einen Flug nach Hongkong und zurück. Hongkong - schön, da können wir mal wieder Maggie besuchen, aber, was machen wir sonst noch so?

Ok - Macau hatte uns 2005 gefallen - machen wir auch. Und sonst? Singapur, Malaysia... Schlecht - im November ist in Ostmalaysia Regenzeit, nix mit Hochland und Ostküste.

Billigflüge von Hong Kong gehen recht wenige. Was fliegt denn so von Macau? Ups - Viva Macau fliegt nach Vietnam. Passt - wir fliegen nach Vietnam!!!


Reiseführer:

Diesmal gibt es die Sparversion: einen alten Loose und den neuen Lonely aus der Bücherei. Wie schon in den letzten Jahren bestätigt sich auch hier wieder die Erkenntnis: mit mehreren Reiseführern kommt man besser, da sie sich gegenseitig ergänzen...

Visum:

Für Vietnam ist es erforderlich, sich das Visum vor Antritt der Reise zu besorgen. Ein so genanntes Visa-on-arrival gibt es für Vietnam nicht. Ohne dem Visum wird man gar nicht erst von der Fluggesellschaft nach Vietnam geflogen...


Den Lonely bibt es nun auch in deutsch

Für die Visabeschaffung gibt es mehrere Möglichkeiten: entweder man kümmert sich selbst und besorgt sich bei der Vietnamesischen Botschaft in Berlin selbst das Visum - Kosten dafür 64,-- EURO (Stand: 10/2008).
Oder man beauftragt eine Agentur oder ein Reisebüro, dieses Visum zu beschaffen. Sowohl bei der Eigenbeschaffung als auch bei der Beauftragung können noch zusätzliche Kosten hinzukommen. Für diese Varianten benötigt man Zeit, einen Monat vor Reisebeginn sollte man dies spätestens auf die Reihe bekommen.
Da uns diese Zeit nicht zur Verfügung steht, entscheiden wir uns für eine weitere Möglichkeit der Visabeschaffung, das "Visa approval letter". Eine Agentur besorgt bei den vietnamesischen Behörden die Genehmigung (approval) für die Einreise, alle anderen Formalitäten erledigt man dann selber beim entsprechenden Schalter am Flughafen in Vietnam.

Vorteil ist, dass man die Genehmigung (approval letter) recht schnell per e-mail bekommt und man seinen Pass nicht versenden muss. Außerdem sind  die Kosten für das Visum erheblich billiger, die Agentur will für ihre Dienste 11,99 EUR (Stand: 10/2008), das Visum in Vietnam kostet dann noch USD 25 (Stand: 10/2008). Das "approval letter" legt man beim check in am Abflughafen vor und kann somit Richtung Vietnam los fliegen.
Wir nehmen die Dienste von Vietnam-Destination in Anspruch und sind damit sehr zufrieden. Alle wichtigen Infos dazu gibt es auf der Seite der Agentur.
Für die Erledigung der Formalitäten am Flughafen in Vietnam sollte man ca. eine Stunde einplanen.

Internet:

Überraschend ist, dass in vielen Hotels und Gästehäusern Internet for free vorhanden ist. Auch WLAN ist in Vietnam rasant auf dem Vormarsch... Ansonsten muss man mit 4.000 bis 6.000 VND/Stunde (Stand: 11/2008) rechnen.


Approval Letter

Geld und Preise:

Die Geldbeschaffung ist total problemlos, Geldautomaten sind überall vorhanden und man kann sich mit Dong eindecken. Einzig bei Ausflügen in entlegene Regionen (bei uns Bac Ha) sollte man vorher genug Geld mitnehmen, wenn man nicht ungünstig im Hotel tauschen will. Wir haben auch in einem Goldladen in Lao Cai zum aktuellen Kurs getauscht.
Während unseres Urlaubs haben wir uns unsere Ausgaben notiert, damit man bei den großen Geldbeträgen irgendwie den Überblick behält. Die Übersicht der Preise ist als pdf-Datei (39 KB) downloadbar.
Im November 2008 haben wir für einen Euro ca. 20.000 VND bekommen.


Die Baguetteverkäuferin unseres Vertrauens in Hanoi

Essen und Trinken:

Verhungern und verdursten muss man natürlich in Vietnam nicht. An nahezu jeder Straßenecke bekommt man was. Da Vietnam französische Kolonie war, bekommt man überall Baguettes. Gerade als Start in den Tag ist ein belegtes Baguette mit Ei (10.000 VND) ein Genuss... Erlebnisreich ist es, sich in einer der zahlreichen Bia-Hoi-Kneipen niederzulassen und von dort mit Travellern oder Einheimischen zu quatschen oder einfach nur das Leben auf der Straße zu beobachten. Bia Hoi ist Fassbier, wird meist in 0,2l-Gläsern verabreicht und mit ca. 3.000 bis 6.000 VND verdammt billig.

Unsere Reise:

Hanoi:

01./02., 06. und 10. November 2008

Anreise:

Um vom Flughafen in die Stadt zu kommen, entscheiden wir uns für den Minibus von Vietnam Airlines (5 USD/Pers.) Leider werden wir in der Altstadt dort abgeliefert, wo es für den Fahrer am günstigsten ist...


Unterkunft:

Wir checken im Nam Phuong Hotel ein (12 USD). Das Hotel befindet sich in der Nähe der St. Joseph´s Cathedral auf der Nha Chung. Alle Sehenswürdigkeiten sind von hier zu Fuß erreichbar. Das Hotel ist ok - wird aber das schlechteste auf unserer Reise.

Sehens- und Wissenswertes:

Alle Sehenswürdigkeiten, ob Altstadt, Wasserpuppentheater, Hoan Kiem See, Ho Chi Minh Mausoleum oder die verschiedenen sehenswerten Tempel sind zu Fuß erreichbar. Leider weilt Ho Chi Minh während unseres Urlaubs zur Regenerierung in Russland.


Saint Joseph´s Kathedrale Hanoi


Hanoi im Regen

Eintrag Weblog:

Sonntag, 02.11.08

Bei schönstem Sonnenschein - nach einer stark verregneten Nacht - ziehen wir los zur weiteren Erkundung von Hanoi.

Erste Station ist das Wasserpuppentheater, hier schauen wir uns eine Vorstellung dieser traditionellen Kunst von Vietnam an. Entstanden ist sie bei den Reisbauern - im Wasser stehende Spieler bewegen die Puppen (Drachen, Fische, spielende Kinder und natürlich Reisbauern).


Eingang zum Ngoc Son Tempel auf dem Hoan Kiem See

Danach geht es zum Hoan Kiem See. Dort besichtigen wir den Ngoc Son Tempel.

Dann wollen wir eigentlich die Altstadt erkunden, aber leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: es schüttet wie aus Kannen. So bewegen wir uns nur von Vordach zu Vordach der Geschäfte weiter... Schließlich geben wir am frühen Nachmittag auf und ziehen uns ins Hotel zurück.


Im Wasserpuppentheater


Donnerstag, 06.11.08

Onkel Ho erwartet uns leider nicht zur Besichtigung im Mausoleum - er weilt in Russland zur Körperpflege. Also besichtigen wir den Rest des Ho Chi Minh Komplexes, den Präsidentenpalast, Ho Chi Minh's Arbeitshaus und die Einsäulenpagode.

Am Nachmittag besichtigen wir dann noch den Literaturtempel im Zentrum der Stadt.


Präsidentenpalast im Ho Chi Minh Komplex Hanoi


Einsäulenpagode im Ho Chi Minh Komplex Hanoi


Literaturtempel Hanoi

Halong-Bucht:

03. bis 05. November 2008

Anreise:

Mit dem Minibus von Hanoi nach Bai Chay.

Unterkunft:

Die erste Nacht verbringen wir auf dem Boot, die zweite im Sea and Sun Hotel auf Cat Ba Island.


Halong-Bucht


Halong-Bucht

Sehens- und Wissenswertes:

Die Halong Bucht auf eigene Faust zu erkunden, ist natürlich möglich - aber sehr zeitaufwendig. Außerdem muss man beim Chartern eines Bootes Verhandlungsgeschick beweisen. Einfacher und auch nicht teurer, wenn nicht sogar billiger, ist es, eine Tour in die Bucht in Hanoi zu buchen. In sämtlichen Hotels und Reisebüros werden diese Touren angeboten. Wir buchen die Tour in unserem Hotel. Unsere 3-Tages-Tour kostet 55 USD/Person. Klingt teuer, aber darin sind enthalten: Hin- und Rückfahrt mit dem Minibus, 2 Übernachtungen, Vollverpflegung, Besichtigung von 2 Höhlen und eine Wanderung im Nationalpark Cat Ba. Wir sind mit der gesamten Tour sehr zufrieden. Und irgendwie hat es doch auch mal was, ein paar Tage völlig sorglos, rundum organisiert zu reisen, oder?

Die Halong-Bucht befindet sich im Nordosten Vietnams. Mit dem Minibus braucht man von Hanoi ca. 3 Stunden. Dort ragen eine Menge Kalkfelsen aus dem Wasser - imposant. Durch die Gezeiten und das Wetter entstanden in den Felsen Grotten und Höhlen. Einige dieser Höhlen werden bei den verschiedenen Touren angefahren und können besichtigt werden.

Größte Insel in der Halong-Bucht ist Cat Ba. Hier hat auch der Tourismus langsam Einzug gehalten. Es ist ein beschaulicher Ort, in dem man mal einen Nachmittag die Seele baumeln lassen kann. Für einen längeren Aufenthalt kann man auch mit dem Fahrrad einige Touren unternehmen. Wir verbringen hier ein paar nette Stunden, gehen an einen der Strände baden und schlendern an der Hafenprommenade entlang.


Hafen von Cat Ba Island


Hinweisschild am Berg Ngu Lam

Eintrag Weblog:

Donnerstag, 06.11.08

Am Montagmorgen (03. November 2008) starten wir zu einer dreitägigen Tour in die Halong-Bucht. Zuerst geht es noch bei strömenden Regen mit dem Bus bis zum Bootsanleger in Bai Chay, wo wir uns gegen Mittag bei nun freundlichen Wetter "einschiffen". Kurz danach besichtigen wir die Thien-Cung-Höhle, eine der größten Höhlen des Archipels. Den Rest des Tages und die Nacht verbringen wir auf dem Boot.

Am Dienstagmorgen legen wir dann in Cat Ba an. Dort wandern wir ca. eine Stunde zu einem Berg mit "nicht-TÜV-geprüftem" Aussichtsturm im Cat Ba Nationalpark und genießen einen schönen Blick über die Insel und die Bucht. Am Nachmittag schlendern wir dann durch Cat Ba City. Wir übernachten im Sun and Sea Hotel (sehr empfehlenswert!).

Bac Ha:

07. bis 09. November 2008

Anreise:

Mit dem Nachtzug im 6er Abteil (Bett oben) von Hanoi nach Lao Cai, von dort mit dem Local Bus nach Bac Ha. Im Bus werden wir echt abgezockt. Die Einheimischen zahlen für diese Strecke 35.000 VND - wir müssen 100.000 VND/Pers. zahlen. Was bleibt uns aber übrig - wir wollen ja dahin...

Unterkunft:

Wir checken im Min Quan Hotel ein (150.000 VND). Vom Balkon genießen wir den Blick hinüber zum Markt und die umliegenden Berge.

 

Sehens- und Wissenswertes:

Bac Ha ist ein Ort im Nordwesten von Vietnam. Am einfachsten gelangt man mit dem Zug dorthin. Der Zug fährt bis Lao Cai, weiter geht es mit dem Local Bus, Taxi, Motorradtaxi... Da man noch ca. 2 bis 3 Stunden fahren muss, ist die Variante mit dem Bus die bequemste. Bac Ha steht bei den Touristen noch nicht so hoch im Kurs wie Sa Pa - leider sind dadurch auch die Möglichkeiten, dorthin zu kommen, sehr beschränkt.

Bac Ha ist ein kleiner, überschaubarer Ort. Man kann in die umliegenden Dörfer wandern. Höhepunkt ist der jeden Sonntag stattfindende Markt. Zu diesem Markt kommen aus den umliegenden Dörfern die Blumen-Hmong, um ihre Waren zu verkaufen. Neben Schmuck, Stoffen, Tabak und Gewürzen wird vor allem selbst gebrannter Reisschnaps verkauft. Die meist schmutzigen Kanister, in denen der Schnaps transportiert wird, sehen für uns aber nicht vertrauenserweckend aus...

Bei den Hmongs handelt es sich um eine Minderheit, die in Vietnam vor allem hier in den Bergen anzutreffen ist. Da ihre Tracht sehr farbenprächtig ist, werden sie auch Blumen-Hmong genannt. Es ist schon faszinierend, diese Leute zu bestaunen, wenn sie zum Markt laufen.

Wenn es sich von der Planung realisieren lässt, sollte man um den Sonntag herum in diesem Ort sein. Vorteil ist, dass man als Tourist relativ allein ist und die Minibusse aus Sa Pa mit ihren Ausflugsgästen erst um die Mittagszeit eintreffen.

Eintrag Weblog:

Montag, 10.11.08

Nach einer entspannenden 9stündigen Zugfahrt erreichen wir am Freitagmorgen Lao Cai. Weiter geht es mit dem Local Bus, bei dem wir bei den Fahrtkosten (100.000 VND/Pers. anstatt 35.000 VND/einheimische Pers.) gnadenlos abgezockt werden. Am frühen Vormittag erreichen wir dann Bac Ha.

Das Wetter wird nun super und wir genießen drei wunderschöne Tage hier, mit Wanderungen zu den umliegenden Bergdörfern, Essen und Nichtstun...

Höhepunkt ist der am Sonntag stattfindende Markt, wo die Minderheiten der Bergdörfer (Hmong) ihre Waren verkaufen. Der Renner ist selbst gebrannter Alkohol in riesigen Plastikkanistern - nix für uns, denn wir wollen ja noch was vom Land sehen.

Blumen Hmongs in Bac Ha


Flaggenturm Hue

Hue:

11. bis 12. November 2008

Anreise:

Mit dem Nachtzug im 6er Abteil (Bett unten, 510.000 VND) von Hanoi nach Hue.

Unterkunft:

Wir checken im Binh Duong II Hotel ein (306.000 VND incl. Frühstück). Da wir schon vorher die Absicht haben, dort einzuchecken, haben wir kein Problem, uns am Bahnhof "abschleppen" zu lassen. Somit können wir noch kostenlos mit dem Minibus ins Hotel fahren.

Sehens- und Wissenswertes:

Hue war von 1802 bis 1945 die Hauptstadt Vietnams. Hauptattraktion der Stadt ist die Zitadelle mit der Verbotenen Stadt. Die Kaiser haben sich während ihrer Amtszeit eigene Grabstätten anlegen lassen. Diese befinden sich in der Umgebung der Stadt und können besichtigt werden. Sehenswert ist auch die Thien-Mu-Pagode, eine der bekanntesten Pagoden Vietnams.
Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich hervorragend mit dem gemieteten Fahrrad erkunden. Vor allem für den Besuch der Kaisergräber und/oder der Thien-Mu-Pagode ist dies sehr lohnenswert, da sich diese etwas außerhalb der Stadt befinden. In den Hotels und auch am Parfüm-Fluss werden auch Bootsausflüge zu den Gräbern und der Pagode angeboten. Beachten sollte man aber, dass bei den meisten Touren der Eintritt zu den Gräbern (um die 55.000 VND) nicht enthalten ist.


Die neun dynastischen Urnen in der Zitadelle


Kaiserstadt Hue

Eintrag Weblog:

Dienstag, 11.11.08

Hue war die alte Kaiserstadt Vietnams. Die Überreste kann man noch heute besichtigen. Dazu begibt man sich Richtung Zitadelle, innerhalb dieser befinden sich Kaiserstadt und verbotene Purpurstadt.

Das Wetter ist freundlich (leicht bewölkt, angenehme Temperaturen) und so genießen wir den Tag in dieser Gegend. Schauen uns die alten Wirkungsstätten der Kaiser an, lassen uns einfach treiben.


Thien-Mu-Pagode

Mittwoch, 12.11.08

Heute (11.11.2008) erkunden wir mit dem Rad die nähere Umgebung von Hue. Zuerst geht es zur Thien-Mu-Pagode. Sie gilt als Wahrzeichen von Vietnam.

Da ja Hue eine Kaiserstadt war, ließen sich dort auch die Kaiser begraben. Schon lange vor ihrem Tod wurden für sie entsprechende Grabstellen gebaut, die man noch heute besichtigen kann. Wir besichtigen eine dieser Grabstellen, die des Kaisers von Tu Duc.

Am Nachmittag radeln wir dann noch um die Kaiserstadt und lassen den wieder schönen Tag bei einem Bierchen am Parfüm-Fluss ausklingen.


Grabstätte des Kaisers Tu Duc


Hoi An:

13. bis 17. November 2008

Anreise:

Mit dem Bus (4 USD) fahren wir in vier Stunden von Hue nach Hoi An.

Unterkunft:

Wir checken im Thanh Binh I Hotel ein (10 USD). Das Hotel befindet sich auf der Straße Le Loi direkt im Zentrum der Altstadt.


Die Japanische Brücke in Hoi An


Alte Kolonialbauten prägen Hoi An

Sehens- und Wissenswertes:

Hoi An ist recht überschaubar, alle Sehenswürdigkeiten der Stadt lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Die Stadt dient auch als Ausgangspunkt für Ausflüge u.a. nach My Son und den Marmorbergen bei Da Nang.

Man kann hier auch, fernab jeden Großstadttrubels, die Seele baumeln lassen sowie Sonne und Meer an den nahen Stränden genießen.

An manchen Tagen ist die Altstadt komplett auto- und mopedfrei - sehr angenehm.

Eintrag Weblog:

Samsta, 15.11.08

Am frühen Mittwochmorgen verlassen wir mit dem Bus Hue und erreichen nach ca. 4 Stunden am Mittag Hoi An. Hoi An ist eine wunderschöne kleine Stadt mit vielen alten Kolonialgebäuden - hübsch.
So verbringen wir die Zeit mit Schlendern durch die Strassen, Essen, Shoppen, Bia Hoi trinken...

Am Donnerstag leihen wir uns ein Moped und fahren in das 50 km entfernte My Son. Dies ist eine alte Tempelstadt der Cham-Kultur, die im 8. Jahrhundert errichtet wurde. Heute kann man die Überreste von ca. 70 Tempeln besichtigen - sehr eindrucksvoll.

Leider spielt das Wetter nicht mit und so fahren wir mit unserem Moped die Strecke zurück nach Hoi An bei strömendem Regen. Glücklicherweise geht alles gut und wir erreichen total durchnässt unser Guesthouse.

My Son - Reste einer alten Tempelstadt der Cham


Blick auf die Marmorberge bei Da Nang

Sonntag, 16.11.08

Mit dem Fahrrad radeln wir zu den 20 km entfernten Marmorbergen. Insgesamt sind es fünf Berge - einen davon besteigen wir. Wir besichtigen dort mehrere Höhlen und Pagoden. Außerdem genießen wir einen herrlichen Blick auf das nahe Meer.

Am Nachmittag ist dann "stranden" angesagt.


Sonnenstrahlen in einer Höhle

Ach übrigens: demnächst wird es wohl mal bei uns Frühlingsrollen, Tintenfischsalat und/oder Fisch im Bananenblatt geben - dies lernen wir am gestrigen Abend bei einem Kochkurs...


Ho Chi Minh Sadt:

18. bis 22. November 2008

Anreise:

Mit dem gecharterten Taxi von Hoi An zum Flughafen nach Da Nang, Flug mit JetStar nach HCMC, weiter mit dem Taxi in die Innenstadt.

Unterkunft:

Wir checken im Ly Ly Guesthouse ein (12 USD). Nach der Rückkehr aus dem Mekong-Delta nehmen wir das Nhu Lan Hotel (10 USD). Beide Hotels befinden sich im Backpacker-Zentrum Pham Ngu Lao (PNL).


Kathedrale Notre Dame HCMC


Wiedervereinigungspalast in HCMC

Sehens- und Wissenswertes:

Ho Chi Minh City hieß bis 1976 Saigon. So wird die Stadt meist auch noch genannt. Oder aber man benutzt die Kurzform Ho Chi Minh oder gleich HCMC. Im Gegensatz zu Hanoi ist HCMC westlicher orientiert. Dies erkennt man an den vielen Hochhäusern und an den Leuchtreklamen. Die Dichte der Mopedfahrer ist hier auch höher.

Die Stadt dient auch als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Mekong Delta oder die Tunnel von Chu Chi. In allen Hotels und Reisebüros werden entsprechende Touren angeboten. Die Fahrt zu den Chu Chi Tunnel wird meist mit dem Besuch der Tempelanlage der Cao Dai verbunden.

Von der Pham Ngu Lao aus lassen sich die Sehenswürdigkeiten der Stadt leicht zu Fuß erreichen. Ben-Thanh-Markt, Wiedervereinigungpalast, Kathedrale Notre Dame, Hauptpostamt, Theater, Volkskommitee und Saigon River lassen sich so an einem Tag erkunden. Vor dem Besuch des Wiedervereinigungspalastes sollte man sich informieren, ob dieser geöffnet hat. Es kann vorkommen, dass er wegen stattfindender Veranstaltungen geschlossen ist. Beachten sollte man auch, dass er über Mittag geschlossen ist.

Lohnenswert ist auch ein Ausflug nach Cholon - der Chinatown von HCMC.


Das Hauptpostamt in HCMC


Das Volkskommitee in HCMC

Eintrag Weblog:

Dienstag, 18.11.08

Es ist Sightseeing angesagt: Wiedervereinigungspalast, Kathedrale Notre Dame, Oper, Postamt, Volkskommitee usw.

Uns gefällt es hier. Das Wetter ist super, die Stadt ganz anders als Hanoi. Mehr Verkehr, aber irgendwie nicht so stressig wie erwartet.

 

Donnerstag, 20.11.08

Am Mittwochmorgen (19.11.2008) starten wir Richtung Mekong Delta. Dort verbringen wir zwei interessante Tage. Mit verschiedenen Booten befahren wir den Mekong und seine Seitenarme. Unterwegs befinden sich einige Werkstätten, die wir besichtigen: Kokosnuss-Bonbon-"Fabrik", Obstplantagen, Bienenfarm und Reis-Nudel-"Fabrik".

Wir übernachten in Can Tho, der größten Stadt des Deltas.

Am Donnerstagmorgen (20.11.2008) fahren wir zum Schwimmenden Markt von Cai Rang. Da wir zeitig unterwegs sind, können wir das geschäftige Treiben vom Boot anschauen und eine leckere Ananas verkosten.

Wir verbringen zwei schöne Tage und lernen wieder nette Leute kennen, die wie wir unterwegs sind.

Impreesionen aus dem Mekong Delta


Freitag, 22.11.08

Heute (21.11.2008) starten wir einen Ausflug zum Tempel der Cao Dai und den Tunnel von Cu Chi.

Cao Dai ist eine Form von verschiedenen Glaubensrichtungen, die miteinander vereint sind. In dem Tempel schauen wir uns das Gebet um 12:00 Uhr an - für uns ein recht interessantes Ereignis. Auf der linken Seite laufen die Frauen in den Tempel, auf der rechten die Männer. Im Gegensatz zu den in weiß bekleideten Frauen tragen die Männer verschieden farbige Gewänder: gelb, blau und rot. Sie drücken dadurch die entsprechende Gruppierung des Chaodismus aus

Anschließend besichtigen wir die Tunnel von Cu Chi. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Tunnelsysteme - wir besichtigen den Abschnitt Ben Dinh. Nach der Besichtigung von Bombenkratern, einem alten Panzer und verschiedenen Einrichtungen, in denen das Leben der damaligen Tunnelbewohner dargestellt wird, krabbeln wir am Ende durch einen 100 m langen Tunnelabschnitt. Dies ist eigentlich nur möglich, weil dieser Tunnel für die westlichen Besucher vergrößert wurde.


Tempel der Cao Dai


Beim Gebet


Tunnel von Cu Chi

Fazit:

Drei wunderschöne Wochen in dem interessanten Land gehen zu Ende. Wir erleben wieder viele schöne Dinge und lernen eine Menge neue Leute kennen.

Es hat sich zu 2003 viel verändert. Fahrräder sind aus den Großstädten verschwunden und mussten Mopeds Platz machen. Die Vietnamesen sind viel freundlicher als damals - man hat zwar immer noch den Eindruck, dass uns jeder was verkaufen will, aber das Verhalten ist viel entspannter als damals - ein "Nein" reicht und alles ist ok...
 

Ich habe einige Fotoserien unter meinem Facebook-Account hochgeladen:

Vietnam allgemein
Flower Hmong
Tempel der Cao Dai
Menschen in Vietnam

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